Als Ketchup bezeichnet man eine Würzsoße deren Hauptbestandteile Tomatenmark, Essig, Zucker, Salz und verschiedene Gewürze sind. Die Ursprünge des leckeren Dips können bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Bereits 1690 reichte man in China zu Geflügel- und Fischgerichten eine dunkle, süße Soße namens „ketsiap“. Im 18. und 19. Jahrhundert gelangte die Soße durch Seefahrer nach Europa und begann die Eroberung der heimischen Küchen. Besonders in England fand die Tomatensoße großen Anklang und bereicherte schnell die heimischen Speisekarten. Hier wurde der Ketchup auch erstmals als Fertigprodukt in Läden angeboten. Mittlerweile gehört Ketchup zu den beliebtesten Soßen überhaupt. Ob zu Pommes Frites, Grillgerichten oder als Zutat für verschiedene Nudelsoßen – Ketchup ist aus der europäischen und vor allem der amerikanischen Küche nicht mehr wegzudenken. Pro Kopf verbrauchen die Deutschen etwa drei Flaschen der leckeren roten Soße. In Europa und den USA unterscheidet man den Ketchup im Allgemeinen nach drei verschiedenen Geschmacksrichtungen: Tomatenketchup, Gewürzketchup und Curry-Ketchup. Bei der Wahl des richtigen Ketchups sollte man sich zu aller erst auf seine eigenen Vorlieben verlassen, denn die einzelnen Sorten unterscheiden sich stark von einander, und nicht jede passt zu jedem Gericht. Die Basis eines jeden Ketchups stellt die Tomate dar. Sie enthält viele gesunde Bestandteile, wie Virtamin C oder Lycopin, das gerade durch das Erhitzen von Tomaten freigesetzt wird und dem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird. Trotzdem sollte er mit Vorsicht genossen werden, denn auch Zucker ist oft reichlich enthalten. In einer Flasche Ketchup können mitunter bis zu 45 Stück Würfelzucker stecken. Das macht die Soße zu einem ordentlichen Dickmacher.

Der Tomatenketchup stellt seinen Hauptbestandteil, die Tomate geschmacklich in den Vordergrund. Kennzeichnend ist sein fruchtiger und süßlicher Geschmack. In Deutschland macht der Tomatenketchup etwa 70 Prozent des Marktangebots aus und ist somit der beliebteste Ketchup der Deutschen. Bevorzugt wird er zu Fast-Food-Gerichten, wie Hamburger oder Pommes Frites gegessen. Aber auch als spezielle Würze für Soßen eignet er sich hervorragend, und einfach pur auf Nudeln gilt Tomatenketchup als beliebtes Kindergericht.

Unter dem Begriff Gewürzketchup werden all diejenigen Sorten zusammengefasst, deren Zutatenliste beispielsweise durch Gurken, Chilischoten, Paprika oder Zwiebeln erweitert wurde. Eine weit verbreitete Form des Gewürzketchups ist die Barbecue-Sauce, die bevorzugt zu Grillfleisch gegessen wird. Auch der ursprünglich aus Ungarn stammende Zigeuner-Ketchup, der mit Sardellenpaste, Senf, Paprika, Scharlotten und vor allem mit viel Knoblauch verfeinert wird, erfreut sich großer Beliebtheit. Die Hot-Chili-Soße, die durch Chilischoten und Chilipulver einen extra feurigen Geschmack erhält, passt besonders gut zu deftigen Fleischgerichten und Speisen aus der Tex-Mex-Küche. Ein Highlight auf jeder Party kann der grüne Ketchup sein. Er überrascht mit seiner ungewöhnlichen Farbe, die auf die Zubereitung mit grünen Tomaten zurückzuführen ist. Etwas Senfpulver, Sellerie, Zwiebeln und Äpfel runden die Rezeptur ab.

Last but not least ist der Curry-Ketchup zu nennen, der durch die Zugabe ausgewählter Curry-Mischungen seinen unverwechselbaren Geschmack erhält. Nicht selten wird er mit Chayennepfeffer oder Chilipulver scharf gewürzt und bildet so die Grundlage für die beliebte Currywurst.
Die Auswahl der verschiedenen Ketchupsorten ist schier überwältigend. Je nach Anbieter unterscheiden sie sich erheblich in Geschmack, Zusammensetzung und Konsistenz. Ebenso vielfältig, wie das Sortiment, sind auch die Vorlieben bei der Auswahl des Ketchups. Es ist unmöglich, eine Ketchup-Empfehlung auszusprechen. Am besten probiert man einfach selbst, denn für jeden Geschmack lässt sich der passende Ketchup finden – im Zweifelsfall macht man ihn einfach selbst!