Ketchup Seite
Ketchup - auch zum selbst herstellen
Mitte des 15. Jahrhundert wurde der Ketchup aus eingelegten Schalentieren in China hergestellt. Dort nannte man ihn koe - chiap oder ketsiap.
In Asien kannte man Ketchup als kachiap, in Indonesien ketjap und in Malaysia wurde er kichop genannt. Dieser kam durch durch die Seefahrer nach England, wo ein Ketchup Rezept aus Austern, Pilzen und Nüssen entwickelt wurde. Bei diesem Ketchup wurde das Fruchtfleisch püriert und mit Essig, Kräutern, Salz, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt.
Heute gibt es unzählige Sorten von Ketchup, von scharf über würzig bis hin zu süssen Varianten ist alles erhältlich. Dabei ergänzt sich die Palette ständig durch neue Trends wie “feurige” Tacomischungen oder asiatisch-exotische Varianten.
Heute gibt es sehr viele Ketchup Sorten. Tomatenketchup, Curryketchup, Gewürzketchup, Ketchup extra für Kinder und Ketchup für Diabetiker.
Am liebsten essen die Kinder den Tomatenketchup zu Pommes, aber auch auf Nudeln, verschiedene Burger, zu Bratwurst.
In Ketchup ist neben Vitamin C auch das Carotinoid Lycopin enthalten. Durch dieses Carotinoid Lycopin Wird das Krebsrisiko vermindert. 1981 machte David Stockman, der unter US-Präsident Ronald Reagan für den Finanzhaushalt zuständige Experte, den Vorschlag, Ketchup als Gemüse zu deklarieren. Dadurch wäre es billiger geworden, die Anforderungen an den Anteil von Gemüse in den Schulspeisungen zu erfüllen. Erst in den 50er Jahren kam der Ketchup nach Deutschland. Heute findet man Ketchup in zwei von drei deutschen Haushalten, der jährliche Konsum liegt bei 80000 Tonnen. Damit ist Deutschland der größte Markt für Ketchup in Europa.
Jetzt noch ein paar Rezepte, wie man Tomatenketchup, Gewürzketchup und Curryketchup selber herstellen kann.
Tomatenketchup
1,5 kg Tomaten
1,5 mittelgroße bis große fein gehackte Zwiebeln
300 ml Apfelessig
einen halben Apfel
1 TL Pfeffer aus der Mühle
2 TL mittelscharfer Senf
1 EL Salz
40 g Zucker
2 EL Olivenöl
Die feingehackten Zwiebeln in Olivenöl glasig anlaufen lassen. Tomaten in Stücke schneiden mit Haut und Kernen dazugeben. Nach etwa fünf Minuten den Apfel, den Essig, Senf, Salz, Pfeffer und Zucker dazugeben. Alles langsam auf kleiner Flamme zu einen dicken Brei kochen, durchseihen. Heiß in sauber gespülte, weithalsige Flaschen füllen.
Gewürzketchup
500 g passierte Tomaten
4 EL Tomatenmark
50 g Zucker
2 TL Honig
1 Tasse Gurkenflüssigkeit, oder eine halbe Tasse Gurkensud nehmen und zusätzlich
1 Schuss Essig, nach Bedarf zum späteren Abschmecken
10 g Currypulver
1 gehäuften TL edelsüßes Paprikapulver
Salz und Pfeffer
2 kleine gepresste Knoblauchzehen
Brühe, instant
Majoran
Die pürierten Tomaten zusammen mit dem Zucker erwärmen bis er sich aufgelöst hat. Tomatenmark, Honig, Gurkenflüssigkeit (aus Essiggurkenglas) und gepresste Knoblauchzehen zufügen und das Ganze eine Weile einköcheln lassen. Gut würzen mit den o.g. Gewürzen.
Wenn man eher süßliche Gurkenflüssigkeit hat, kann man nach Geschmack noch mit einem Schuss Essig würzen.
Wer es süßer mag, kann nach dem Abschmecken noch mehr Honig dazugeben.
Den Ketchup heiß in saubere Schraubgläser abfüllen und sofort verschließen. Aus diesem Rezept bekommt man drei kleine Gläser.
Curryketchup
125 ml Wasser
2 EL Essig am besten nimmt man Brandtweinessig
30 g Curry
125 g Zucker
250 g Tomatenmark
1 Prise Salz
1 Prise schwarzen Pfeffer
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und darin den Zucker auflösen. Restliche Zutaten in den Topf geben und aufkochen.
Danach den noch heißen Tomatenketchup in saubere Schraubgläser abfüllen. Kalt stellen. Im geschlossenen Glas ist der Ketchup 6 Wochen haltbar.
Alternativ kann der Essig auch durch eine halbe Tasse Gurkenwasser ersetzt werden.